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Es war mal wieder Zeit ein besonders tiefes, schönes und dreckiges Loch zu graben.

Sollten Achate mit zu Vorschein kommen, war das zwar akzeptiert, aber nicht das einzige Ziel an diesem sonnigen Frühlingstag, dem ersten nach einem eklig langen Winter.

Auf einer kleinen Lichtung in einer Schonung, die durch weggebrochene Tannen entstanden war, durfte der Verein seiner sportlichen Aktivität nachgehen. Unterbrochen wurde das Muskelaufbauprogramm durch einige wenige Funde schön dunkelrot gefärbten Gangachates und kleiner Achatmandeln, die sich im Mutterboden, der mit losen Steinen stark durchsetzt war, befanden.

Nach etwa 120 cm Tiefe war der feingrusige, hell gefärbte und stark verwitterte Melaphyr erreicht, der leider an dieser Stelle keine Achate enthielt.

Nachdem unser Gymnastik-Platz wieder zugeschaufelt und ordentlich hergerichtet war, wurden die wenigen Fundstücke zum Bearbeiten zu Hause aufgeteilt.

Beim Schleifen stellte sich heraus, daß neben schön gefärbten kleinen Achaten auch Belege des seltenen Strukturtypus Holosphärolith gefunden wurden.