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20.04.13 Jubiläumsbörse des MVF in Freisen 2013
 

GROSSES  JUBILÄUMSPROGRAMM  ZUR  30.  BÖRSE  DES 

 MINERALINVEREINS  FREISEN e.V.

 

 

 

Anlässlich seiner 30. Börsenveranstaltung bietet der Mineralienverein zusammen mit der Gemeinde Freisen ein außerordentlich umfangreiches, kunterbuntes Börsenprogramm für Alt und Jung!

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Programm :

 

Sa. 11. Mai Eröffnung 9 Uhr

 

Wir erwarten unsere Ehrengäste :

 

          Hans Ley, Landtagspräsident des Saarlandes und Schirmherr

          Deutsche Edelsteinkönigin Magdalena Meng

          Präsident des Fördervereins der Deutschen Edelsteinstrasse M. Schupp

          Landrat Udo Recktenwald

          Bürgermeister Großgemeinde Freisen, Karl Josef Scheer

          Ortsvorsteher Freisen, Gerd Staudt

 

 

Sonderschau  Neufunde aus der Fundregion rund um Freisen

 

Traditionell stellen die Mitglieder des Mineralienvereins ihre neuesten "Errungenschaften" aus dem Reich der Mineralien in einer eigens hierfür angeschafften Standvitrine aus. Es werden auch in diesem Jahr super Achate und Kristalle zu sehen sein, welche absolut zur internationalen Spitzenqualität zu zählen sind.

 

 

Achat Mühlenberg, Freisen

 

 

Achat, Weiselberg, Oberkirchen

 

 

Achat, Freisener Höhe

 

 

Achat Hellerberg, Freisen

 

 

Sonderschau  Mineralienverein "Historisches Bildmaterial"

 

 

Gezeigt wird auf einer großen Bilderwand altes Bildmaterial rund um das Thema Mineralien.

Fundstellen bei verschiedenen Baumaßnahmen, aber auch vom Verein eigens durchgeführte Grabungsaktionen werden ausgiebig mit noch nicht gezeigtem Bildmaterial illustriert, um so dem Betrachter authentische Impressionen von dem außerordentlich interessanten Hobby des Mineraliensammelns zu vermitteln.

Wer weiß, vielleicht sind gerade jene Bilder in Zusammenhang mit den tausenden von Exponaten auf unserer Börse für  den  Ein oder Anderen noch nicht infizierten Inspiration genug, sich selbst den edlen Steine zu widmen ?

 

 

 

 

Bild von der gigantischen Erdbewegung beim Autobahnbau unterhalb des Hellerberges im Jahre 1972

 

Eine gelinde gesagt historische Dummheit der ganz besonders stupiden Art war die unbesonnen mutwillig und undurchdacht herbeigeführte Zerstörung der überaus gut erhaltenen antiken Überresten einer römischen Villa oberhalb des Ortsausganges von Freisen in Richtung Baumholder während der Baumaßnahmen an der A62.

Von diesem, aus heutiger Sicht unverzeihlichen Fehlverhalten einiger inkompetenter Behördenvertreter und dem damit verbundenen Verlust von unwiederbringlichem Kulturgut, kann der Mineralienverein in seiner Sonderschau erstklassige Fotodokumentation bereitstellen.

 

 

Die Fundamente der römischen Villa von Freisen

 

 

 

Sonderschau  "Vom Achat – Lagenstein zum Kunstwerk der Gemme"

 

 

Eine ganz besonders anspruchsvolle Ausstellung für Kenner erlesener Kunstwerke in der Achatverarbeitung hin zu faszinierenden Schmucksteinen und Gravuren ermöglicht uns in  diesem Jahr die seit 1895 in Familienbesitz befindliche "Goldschmiede Siesbach" durch die Bereitstellung entsprechend hochkarätiger Exponate.

Hans – Peter Pick und Tochter Caroline, welche ihrerseits bereits auch schon entsprechende  Auszeichnungen auf Bundesebene vorweisen kann, liefern durch ihre eindrucksvollen Exponate einen Einblick in die moderne Verarbeitung eines Rohsteines, der auch in der Geschichte unserer Heimat selbst von Bedeutung war (hierzu später mehr).

Ein zentrales Kriterium in diesem Zusammenhang war die vielfältige Färbung der Achate, welche benötigt wurden, um ein in sich farblich  abgestimmtes Kunstwerk zu kreieren. Was in Achatsammlerkreisen eigentlich verpönt und nicht gern gesehen wird, nämlich das Färben, war andererseits in der Schmuckverarbeitung eine Wissenschaft für sich. Methodik und Verfahren waren wohl gehütete Geheimnisse, mit teilweisem Bestand noch bis in unsere Neuzeit hinein.

Freuen Sie sich also auf eine ganz besondere Ausstellung, welche höchsten Ansprüchen gerecht wird!

 

 

Gemmen, moderne Art

 

 

 

Gemme mit eingefasstem Rubin und Diamant

 

 

 

Sonderschau  Glasblasen

 

"Dass das Saar – Nahe – Gebiet, und speziell die Region rund um den Freisener Talkessel, berühmt ist für wunderschöne Achate und Mineralien, ist hinlänglich bekannt.

Dass diese Mineralien aber auch als Rohstoff für die Glasherstellung dienen, wird der Glasbläsermeister Torsten Krüger aus dem brandenburgischen Rathenow anlässlich der Freisener Achatbörse dem Publikum eindrucksvoll demonstrieren.

Siliziumdioxid in seiner Form als Opal, Achat, Bergkristall, Amethyst oder eben Quarz ist der Hauptbestandteil der meisten Gläser, von denen es allein im Haushaltsbereich ca. 300 Arten gibt. Viele Metalle in den unterschiedlichsten chemischen Verbindungen sind verantwortlich für die enorm hohe Farbenvielfalt der Gläser, deren genaue Zusammensetzung im übrigen bis heute das wohlbehütete Geheimnis ihrer Hersteller bleibt.

 

An beiden Börsentagen demonstriert Torsten Krüger live die Kunst des Glasblasens  "vor der Lampe" und lädt alle Mutigen, ob alt oder jung ein, sich selbst einmal beim Kugelblasen zu versuchen.

Der Glasbläsermeister, der unter anderem  auch schon auf der EXPO in Sevilla und in der deutschen Botschaft in Paris als Aussteller aufgetreten ist, hat natürlich auch noch das eine oder andere potenzielle Muttertagsgeschenk mit im Gepäck.

 

 

 

 

 

 

Kinderprogramm "Hüpfburg"

 

Neben dem Glasblasen bieten wir unseren jungen Börsenbesuchern die Möglichkeit, sich im Vorhof der Bruchwaldhalle auf einer eigens angemieteten Hüpfburg auszutoben.

 

 

 

 

 

Vortrag  "Die Historie der einheimischen Achatindustrie" auf Initiative von

KulturLandschaftsInitiative St. Wendeler Land e.V.

 

 

Am Samstag, 11. Mai 2013 um 18 Uhr referiert Herr Martin Schupp, Präsident Deutsche Edelsteinstrasse, im Sitzungssaal des Freisener Rathauses, welches sich unmittelbar neben der Bruchwaldhalle befindet, über die Bedeutung und Historie der einheimische Achatindustrie.

Herr Schupp, ein kompetenter Referent und Kenner der Entwicklung der heimatlichen Achatindustrie wird darüber berichten, wie speziell der Rohstein Achat und dessen Verarbeitung den chronologischen Werdegang unserer Region mit geprägt hat.

 

So wird man ebenfalls im Rahmen dieses Vortrages erfahren können, dass bereits erste Achatschleifen im Mittelalter auch am Oberlauf der Saar ansässig waren, was allgemein nur wenig bekannt sein dürfte.

Erwarten Sie also einen sachlich und fachlich exzellenten Vortrag über die industrielle Verarbeitung der heimatlichen Bodenschätze.

 

 

 

Alte Achatschleife am Idarbach

 

 

Achatschleifer bei der Arbeit an Sandstein – Schleifrädern

 

 

 

Historische Achatschleiferei

 

 

 

 

Sonntag, 12. Mai 2013

 

 

Geführte Wanderung auf dem Achatwanderweg rund um den Hellerberg in Freisen

 

Mit Start um 9 Uhr am Sonntagmorgen bietet der Mineralienverein eine geführte Wanderung auf dem mittlerweile in aller Öffentlichkeit doch recht bekannt gewordenen Achatwanderweg  rund um den Hellerberg in Freisen an.

Treffpunkt für interessierte Teilnehmer ist das Mineralienmuseum in der Schulstrasse 35.

Die Führung werden übernehmen :

 

 Betreuung geologischer Teil, Kreis der Saarlouiser Geologen, Fa. Erdbaulaborsaar

                          -       Dipl. Geologe  Dr. Christoph Wettmann

                          -       Dipl. Geologe  Dr. Friedwalt Weber

                          -       Dipl. Geologe        Thomas Schu

                         

                          Betreuung allgemeiner Teil und Historie    

                          -       Dipl. Geograph      Achim Später

 

An dieser Stelle nochmals ein besonderer Dank an die Wanderführer, welche die Führung ehrenamtlich und kostenlos übernehmen!

 

 

Der Achatweg mit seinen 10 Stationen:

 

 

 

 

Eine weite Zeitreise zurück in der Erdzeitgeschichte

 

 

Auf dem gut 6,5 Kilometer langen Geopfad werden auf 10 Informationstafeln dem Wanderer die erdgeschichtlichen Prozesse näher gebracht, die vor ca. 270 Millionen Jahren im Erdzeitalter des Perm zur Bildung der vulkanischen Hellerberg-Gesteine führten. Eng mit dem Vulkanismus verbunden ist auch die Entstehung zahlreicher Minerale, die im Steinbruch Becker in den 60er und 70er Jahren gefunden werden konnten. Neben den allseits bekannten und besonders geschätzten Freisener Achaten, ist der Hellerberg unter Sammlern insbesondere auch für seinen dort recht häufig vorkommenden Goethit und einer großen Anzahl an Zeolithen bekannt.

 

 

Goethitnadeln auf Rauchquarz

 

 

 

Kompakter Goethit mit dem Zeolith Chabasit

 

 

Spektakuläre Hauptattraktion und besonders imposante Sehenswürdigkeit auf der abwechselungsreichen Wegstrecke ist eine mächtige Felsenkugel im Andesit-Gestein auf der 2. Abbausohle des ehemaligen  Steinbruches.  

Die im Volksmund "Basaltrose" genannte und über 12 Meter hohe Felsstruktur wird mit einem permzeitlichen Lavastrom im Innern des zu dieser Zeit weit über 1000 Meter hohen Hellerberges in Verbindung gebracht und gibt den Geowissenschaftlern bis auf den heutigen Tag Rätsel hinsichtlich ihrer Genese auf. Am plausibelsten erscheint die Theorie der schaligen Schichtbildung als Folge von langsam fortschreitenden Erkaltungsprozessen unterschiedlicher Temperaturzonen.

 

 

 

"Basaltrose" im ehemaligen Steinbruch am Südrand des Hellerberges

 

 

In der Zeit, in welcher diese mysteriöse Felsstruktur entstand schuf unsere Mutter Erde schließlich auch vor ca. 270 Mio Jahren die Voraussetzung für die Entstehung der Achate, in dem sich Gasblasen in der erstarrenden Lava verkapselten und einen Hohlraum bildeten. Ebenso sorgten tektonische Verschiebungen für die Entstehung von Spalten und Rissen. Durch Diffusion entstanden im Nachgang dann über sehr lange Zeiträume die jüngst gefundenen Achate im Hellerberg.

Es erwartet den Wanderfreund also ein hochinteressanter Erlebnispfad, während dessen Verlauf vieles Wissen über die Entstehung unserer Heimat mit ihren edlen Steinen vermittelt wird.

Doch nicht nur für den erdgeschichtlich interessierten Wanderer ist der Achatweg ein lohnenswertes Ziel, denn besonders attraktiv sind zum Beispiel auch die bei entsprechend guter Wetterlage weit ins Land reichenden Aussichten und das prächtige Wechselspiel von schattigen Waldpassagen und dem sonnendurchfluteten Steinbruchgelände mit seinem kräftigen Farbenspiel.

 

 

Organisatorisches:

 

 

Start der Wanderung ist am Sonntag, 12. Mai 2013 um 9 Uhr.

Startpunkt ist das Mineralienmuseum in Freisen, Schulstrasse 35, wo Sie auch die Möglichkeit zum Parken haben.

 

Da es sich um eine geführte Wanderung handelt, bitten wir aus organisatorischen Gründen um Anmeldung, entweder telefonisch vormittags bei der Gemeindeverwaltung in Freisen, Frau Barth, unter :

 

06855 – 9744

 

oder im Internet unter :

 

mail@mineralienverein-freisen.de

 

 

Die Teilnahmegebühr pro Person beträgt 5 Euro und wird vor Beginn der Wanderung eingezogen. Mit der Zahlung erhalten Sie gleichzeitig eine kostenlose Eintrittskarte für die Mineralienbörse in der Bruchwaldhalle, wo auch ein warmer Mittagstisch, sowie Kaffe und Kuchen angeboten werden ( nicht im Preis mit enthalten ). Den Erlös aus der Teilnahmegebühr spendet der Mineralienverein dem Wohltätigkeitsverein "Hilf-Mit" der Saarbrücker Zeitung. Die Wanderer unterstützen damit  einen guten Zweck.

 

Jeder Teilnehmer erhält zusätzlich kostenlos einen geschliffenen und polierten Achat, sozusagen als Erinnerung an einen besonders schönen und aufschlussreichen Wandertag sowie eine faszinierende Ausstellung von edlen Steinen.