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14.11.2014 - The Munich-Show - Die Mineralientage München 2014
 

The Munich Show – Mineralientage München 2014
 

Ein Messerückblick von Frank Podmelle

und Reiner Maria Schäfer

 

Die Mineralientage München waren auch in diesem Jahr wieder Treffpunkt der Achatfreaks aus aller Welt – und zwar mehr denn je!


Wie in den Vorjahren war der Mineralienverein Freisen mit seinem Ausstellungsstand hervorragend im Eingangsbereich vor der Halle A6 und in direkter Nachbarschaft zum Stand der Deutschen Edelsteinstraße mit der amtierenden Deutschen Edelsteinkönigin Sonja Mzyk positioniert.

 

  


Ein Glanzlicht der Mineralientage München waren sicher wieder die verschiedenen Sonderschauen. Die große Sondeschau in Halle A6 widmete sich in diesem Jahr dem Thema „Meteoriten – Geschenke des Himmels oder Bedrohung aus dem All?“ Hierzu hat der Veranstalter weltweit viele bedeutende Meteoriten zusammengetragen, unter anderem den bekannten deutschen Meteoriten „Neuschwanstein“, der seinen Namen nach dem Fundort in der Nähe des gleichnamigen Schlosses erhielt. Auch wenn Meteoriten durch die meist grau-schwarze Farbe optisch eher unauffällig sind, so ist Familie Keilmann auch in diesem Jahr wieder eine hervorragende Sonderschau gelungen.

Die in Halle A5 gezeigte Sonderschau „Rauris – Tal der Mineralien“ war eine optische Augenweide. Hier waren viele Schmankerl aus diesem für Mineralien bekannten Tal zu bewundern, wie zum Beispiel große Bergkristalle, Rutile, aber auch etwas Waschgold und einige schöne Berggoldstüfchen.

 

  


Was hat sich verändert? Was gab es Neues?


Insgesamt herrschte der Eindruck, dass in diesem Jahr weniger Aussteller und weniger Besucher den Weg nach München gefunden haben. In der Halle B5 war die Ausstellungsfläche durch Stellwände um etwa 30% reduziert, was als Indiz für weniger Aussteller als in den Vorjahren angesehen werden kann. Auch die Besucheranzahl schien etwas rückläufig, stauten sich doch in den Vorjahren die Messebesucher vor Börsenbeginn in den Eingangsbereichen, so war dies in diesem Jahr allenfalls am Samstag der Fall.

Tendenziell war in München wie bei anderen Börsen auch ein allgemeiner Rückwärtstrend zu erkennen.

 

  

 

  

 


Für den Bereich der Achate ergab sich allerdings ein ganz anderes Bild ! Neben den altbekannten Ausstellern wie Peter Jeckel, Rainer Hoffmann-Rothe, Rini Saat, Joachim Pfeiffer und Claudia & Ricardo Birnie, um nur einige zu nennen, kamen in diesem Jahr einige renommierte Aussteller aus Übersee erstmalig nach München, um ihre Achatschätze den Besuchern anzubieten. So waren in diesem Jahr Marta Vandemandier aus Argentinien (Condor Achate), Del Rey Agates aus Mexiko (Laguna Achate), Thom Lane aus den USA (Laguna Achate) sowie die Tochter von Ana de los Santos aus den USA mit ihren Condor Achaten erstmalig in München vertreten. Das Preisniveau der von diesen für München neuen Händlern angebotenen Achate war allerdings extrem hoch, so dass diese Aussteller vermutlich wieder viele – zugegebenermaßen sehr schöne Achate – mit nach Hause nehmen mussten.

 

Einige mexikanische Achate waren diesmal sogar mit fünfstelligen Eurobeträgen ausgezeichnet, ein absoluter Quantensprung im Preisniveau für europäische Verhältnisse, wobei abzuwarten bleibt, ob dies eine Entwicklung in die richtige Richtung ist – wahrscheinlich aber eher nicht !

 

  

 

Wirklich neu waren allerdings nur die Achate aus China! Diese sensationellen Neufunde, die erst seit diesem Jahr in Europa bekannt wurden, konnte man in hervorragender Qualität am Stand des Mineralienverein Freisen bestaunen und auch erwerben. Schon am Donnerstag beim Aufbau war der Stand des MVF ständig von Achatfreaks aus aller Welt umlagert, die sich die schönsten " Fighting Blood Achate "aussuchen wollten. Aufgrund der Vielfalt und besonderen Farbenpracht dieser neuen Achate fand aber sicher jeder seinen Traumachat für die eigene Sammlung.

 

  


In der Schauvitrine des MVF sorgte die bereits auf unserer Homepage angekündigte „Frau in Weiß“ für großes Aufsehen und Herzklopfen bei vielen Achatsammlern. Das unverkennbare Bildnis der Büste einer Frau im Achat gilt als eines der bisher besten Stücke aus China, welches man mehrfach hätte verkaufen können. Jedoch ein solches Unikat – durchaus vergleichbar mit der weltbekannten Schleiereule –  ziert vorerst einmal die Sammlerregale in Freisen.

 

  

 

 

Auch die anderen, in unserer Schauvitrine ausgestellten Achate, alles Neufunde vom Mühlenberg und der Freisener Höhe, sorgten für viel Gesprächsstoff und wurden von den begeisterten Besuchern häufig bestaunt und fotografiert.

 

 

In den Sammlervitrinen in Halle A5 waren dieses Jahr überdurchschnittlich viele Achate zu sehen. Herausragend waren sicher die Vitrinen von Uwe Reier mit Topachaten aus Argentinien und die Vitrinen von Dietrich Meyer sowie Hannes Holzmann, die beide als Thema die neuen chinesischen Achate aus der Provinz Hebei im Norden Chinas hatten.
Aber auch die Vitrine mit Achaten aus Aguanueva in Chihuahua, Mexiko sowie die Vitrine von Holger Quellmalz mit dem Thema Donnereier waren mit Topachten bestückt und sehr gut gestaltet. Die Sammlervitrine von Dr. Wolfgang Napp zeigte sehenswerte Achate und Jaspis aus der Region Baumholder

 

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München hat sich also wieder für alle Achatfreaks mehr als gelohnt und nun fiebern alle dem nächsten Ereignis – der Achatbörse in Niederwörresbach im März 2015 – entgegen.