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14.08.11 Fundbericht Steinbruch Juchem April bis Juli 2011
 

 

Fundbericht Steinbruch Juchem April bis Juli 2011
von Hartmut Fuß
 

 

 


 

War es in den letzten Jahren möglich in verschiedenen Abbauregionen des Steinbruches zu suchen, so ist es seit Beginn der diesjährigen  Kampagne nur noch erlaubt in der Region Wasserfallplateau auf Mineraliensuche zu gehen. Dies ist wohl der reduzierten Abbautätigkeit geschuldet (* s.u.) und schränkt die Anzahl der Fundmöglichkeiten doch sehr ein.
 

Bisher wurde also hauptsächlich auf dem Plateau abgebaut, bzw. „Material“ abgefahren.

Die Sprengung zu Ende letzten Jahres lockerte solch große Mengen anstehenden Gesteins, dass, so denn durchsuchtes „Material“ abgefahren wurde, den Sammlern immer frisches, noch nicht durchsuchtes „Rohmaterial“ zum Durchwühlen zu Verfügung stand. Das Haufwerk bot auch ausreichend größere Brocken; somit hatten auch „Schwerstarbeiter“ immer etwas zu tun. Das Gestein ist immer noch als recht blasenreich anzusehen, so dass die Mineraliensucher immer wieder auf Mandeln stießen. Leider setzte sich die Entwicklung des letzten Jahres fort und nur ganz wenige der gefundenen Drusen konnten unbeschädigt aus dem Gesteinbrocken gelöst werden.
Vielleicht wäre es ratsam einen Fotoapparat mitzubringen; damit könnte man das Fundstück noch unbeschädigt im Gestein anhand eines Fotos dokumentieren. Die Chance die Druse ganz und heil aus dem umgebenden Gestein zu befreien ist leider oftmals nahezu Null. Jedoch haben auch Bruchstücke durchaus ihren Reiz und oftmals ist ein Handstück/eine Handstufe reizvoller als eine Druse.

Bei den Mandeln handelte es sich größtenteils um mehr oder weniger intensiv gefärbte Amethystdrusen oder Rauchquarzdrusen/bzw. „rauchige“ Quarzdrusen, vereinzelt auch reine, milchig-weiße Quarzdrusen. In allen befanden sich Calcit-Einzelkristalle, bzw. Calcitkristallgruppen; vereinzelt erreichten Kristalle/Gruppen eine erstaunliche Größe (nicht selten über 20cm). Die Farben variierten: klare, grüne, gelbe, braune, rote, orangefarbene und gelbe Farbtöne waren an der Tagesordnung. Oft waren die Calcite von der Kristallmatrix gelöst; ursächlich hierfür sind wohl auch Erschütterungen, ausgelöst durch erfolgte Sprengungen. Leider tragen die Calcite durch das Umherkullern in der Mandel manchmal störende Beschädigungen, Kratzer und Anstoßstellen davon. Auch das „Klopfen“  kann eine Ursache für das Ablösen der Calcite darstellen.

Im rechten Abbaubereich auf dem Plateau waren auf den, den Druseninnenraum auskleidenden Kristallen, neben Calcit, auch Harmotom-Kristalle bis 1cm Länge aufgewachsen.
Harmotom, (milchig-weiß oder klar) in der ersten Abbauphase auf dem Plateau die große Sensation, mittlerweile aber als recht häufig vorkommendes Mineral anzusehen. Manchmal sind Drusen sogar mit Harmotomen so überladen, dass die Attraktivität des Fundstückes darunter leidet.

Achatfunde stellten bisher die große Ausnahme dar.

Trotz all den Widrigkeiten ist immer wieder von tollen Funden zu berichten, zwar nicht mehr in der Funddichte wie vor 4 Jahren, aber trotzdem kommen die Rockhounder nach getaner Arbeit zwar abgekämpft aber immer zufrieden aus dem Steinbruch geschlichen.

 

     

 

     

 

     

 

     

 

     

 

     

 

     

 

     

 

     

 

     

 

     

 

     

 

     

 

     

 

     


* In anderen Bruchbereichen, d.h. in der oberen „Wald-Region“ ruht größtenteils die Abbautätigkeit; damit lohnt dort die Mineraliensuche nicht. Die wenigen Sprengungen dort brachten keinerlei Funde hervor.


!!!!!!! Auch sind weiterhin die Regionen Krone, d.h. der gesamte linke Bruchbereich, sowie ganz aktuell auch die Hungerwand (!!!)  für uns Sammler strikte Tabuzonen !!!!!!!

Bitte haltet euch an die Besucherordnung, achtet auf die dort festgelegten Richtlinien und haltet euch an die Anweisungen des Aufsichtspersonals – auch was das mitgeführte Werkzeug anbetrifft !