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Schürfaktion auf dem Mühlenberg und 31. Internationale Mineralienbörse Freisen 2014
 

Schürfaktion auf dem Mühlenberg und 31. Internationale Mineralienbörse Freisen 2014

 

Ein Rückblick von Frank Podmelle

 

Bereits zum 4. Mal veranstaltete der Mineralienverein Freisen in diesem Jahr die bei den Achatfreaks so beliebte und lang erwartete Schürfaktion auf dem Mühlenberg in Freisen.

 

Wie bei den ersten drei Veranstaltungen in der Vergangenheit hatte auch dieses Mal der MVF alles perfekt für die Achatgräber vorbereitet: Die ca. 50 cmm dicke Humusschicht wurde bereits einige Tage zuvor an die Seite gesetzt, damit die Sammler direkt an die achatführenden Schichten kommen, ein Zelt wurde für das leibliche Wohl aufgebaut und die angrenzende Wiese wurde extra gemäht, damit die zahlreichen Achatsucher auch entsprechend parken konnten. Und natürlich wurden die Claims exakt mit GPS vermessen, markiert und mit Nummern versehen.

 

Und so konnte es am 30.04.2014 gleich morgens in der Früh los gehen. Die ersten Achatsucher kamen bereits um sieben Uhr, um den Tag entsprechend nutzen zu können.

Werkzeug auspacken, Stiefel anziehen und ein Los ziehen, denn die Claims wurden wie gewohnt per Los zugeteilt. Somit war Chancengleichheit für Alle gewährleistet.

 

  

 

Manche der Achatfreaks gingen es eher gemütlich an, hielten ein Schwätzchen mit ihrem Claimnachbarn, andere gruben ein beeindruckendes tiefes Loch, um möglichst noch am Vormittag  weit in Richtung Australien vorzustoßen. Egal welche Grabungsmethode jeder Einzelne angewandt hat, man merkte, es macht allen großen Spaß, in der Gemeinschaft nach Achaten zu graben und die Stimmung war wirklich gut.

 

Wie es in der Natur nun mal ist, sind die Achate auf dem Mühlenberg unterschiedlich häufig verteilt und somit fanden einige der Achatgräber wirklich schöne und beeindruckende Achatmandeln, wie auch die Bilder zeigen. Andere, die etwas weniger Glück hatten, konnten sich an Achaten, die der MVF eigens zur Verfügung gestellt hatte, kostenlos bedienen. Somit mußte am Abend niemand ohne Trophäe nach Hause gehen.


  

   

 

Ein weiteres „Highlight“ der Schürfaktion war der Schwenkgrill. Wer den ganzen Tag über gräbt bekommt natürlich auch Hunger. Und deshalb hat der MVF getreu dem saarländischen Motto „Hauptsach gudd gess“ über offenem Buchenfeuer auf dem Schwenkgrill die leckeren 400 Gramm!!!! Schwenker zubereitet. Zusammen mit einem Brötchen und einer Gurke eine schwer zu übertreffende Delikatesse! Dazu gab’s natürlich Bier vom Faß!

 

  

 

Eine Schürfaktion, wie sie der Mineralienverein Freisen auf dem Mühlenberg anbietet, ist in dieser Art bundesweit, wahrscheinlich sogar europaweit, einmalig und deshalb nutzten mehrere Achatgräber die Chance, auch am zweiten Schürftag nochmals in Richtung Erdmittelpunkt zu graben. Leider spielte am Nachmittag des zweiten Tages der Wettergott nicht wirklich mit, denn es regnete am Nachmittag in Strömen. Trotzdem ließen sich einige davon nicht beirren und gruben trotz des Regens nach Achaten, schließlich sieht man bei Regen ja bekanntlich die Achate besser. Die nicht ganz so wetterfesten Achatsucher zogen sich ins Zelt zurück und genossen ein Bier oder Kaffee und fachsimpelten untereinander, schließlich ist auch Informationsaustausch ein ganz wichtiger Aspekt unseres schönen Hobbies.

 

Viele nutzten die Tage für einen Kurzurlaub in der Region Freisen, stand doch am Sonntag, den 04. Mai, schon das nächste Ereignis an:

 

Die 31. Auflage der Internationalen Mineralienbörse in der Bruchwaldhalle in Freisen.

 

Pünktlich um neun Uhr öffneten sich für die zahlreichen Besucher die Tore der Bruchwaldhalle. Reiner Maria Schäfer, der Vorsitzende des Mineralienverein Freisen, eröffnete zusammen mit Landrat Udo Recktenwald und Bürgermeister Karl Josef Scheer bei einem Rundgang die Mineralienbörse.

 

In diesem Jahr kamen deutlich mehr Besucher nach Freisen wie im vergangenen Jahr um einen schönen Achat für die Sammlung zu finden, ein Schnäppchen zu machen oder auch nur um die Schätze der Natur zu bewundern. Traditionell kamen viele der Besucher aus den USA und auch aus dem nahegelegenen Frankreich. Dies unterstreicht den internationalen Charakter der Börse.

 

  

 

Und auch die Ausstellerzahl ist wiederum auf ein neues Rekordhoch gewachsen. Das Angebot an Achaten und anderen Mineralien war überwältigend, neben vielen einheimischen Achaten gab es Achate aus allen Erdteilen zu bestaunen und zu kaufen.

 

Aus einheimischen Vorkommen sind ganz besonders die Achate von Waldhambach aufgefallen. Ein Aussteller, Helmut Spohn aus Lebach,  hatte hochqualitative „Waldhambacher“ im Angebot, die in den letzten Jahren dort gefunden wurden. Aber auch wunderschöne Freisener Achate von den Windrädern, vom Mühlenberg und aus anderen Vorkommen waren zu sehr moderaten und sammlerfreundlichen Preisen zu finden.

 

  

 

Ganz neu und erstmals auf einer Mineralienbörse überhaupt angeboten, waren die aktuellen Achatneufunde aus China. Aus diesem großen Land kamen bisher keine Achate, dies war schon verwunderlich. Doch dies hat sich nun geändert und es kommen ganz außergewöhnlich farbenprächtige Achate aus diesem fernen Land. Bei mehreren Ausstellern konnte man die sogenannten China Fighting Blood Achate erwerben, die durch ihre rote, orange, gelbe und grüne Farbe faszinieren.

 

Die diesjährige Sonderausstellung war den spektakulären Neufunden von der Freisener Höhe gewidmet, die Reiner Maria Schäfer aus seiner Privatsammlung zur Verfügung stellte. Diese faszinierenden Achate mit ihren roten und violetten Farben zählen mit zu den besten Achaten, die je in Freisen gefunden wurden.

 

         

 

Ebenfalls im Rahmen einer Sonderschau präsentierte Herr W. Link aus Eppelborn eindrucksvolle Bilder in Bergkristallen. Inspiriert durch die Erläuterungen des Ausstellers konnten interessierte Besucher mit entsprechender Phantasie so mögliche Motive und Strukturen im Innern der Kristalle erkennen.

 

Auch für das leibliche Wohl war wieder bestens gesorgt. Neben Köstlichkeiten vom Schwenkgrill gab es auch in diesem Jahr die wieder so beliebte Kuchentheke mit kulinarischen Sahnestückchen, zubereitet von den Frauen der Vereinsmitglieder.

 

Mit dem Abbau am späten Sonntagabend ging eine sehr anstrengende, aber auch sehr schöne und faszinierende Woche zu Ende.