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07.12.08 Herbstträume
 

 

Herbstträume

 

Im Spätherbst 2008 konnten einige Vereinsmitglieder mit dem Eigentümer einer landwirtschaftlich genutzten, bereits abgeernteten Ackerfläche in der Gemarkung Westrich übereinkommen, dass bis zum Umpflügen derselben so etwa Mitte November mit ausdrücklicher Genehmigung noch in kleinem Kreis nach Mineralien gegraben werden durfte.

In einem Akt grenzenloser Güte war dies zuvor schon an einer nahegelegen Stelle des gleichen Areals zwei weiteren fleißigen Schürfern erlaubt worden, welche jedoch ihre Aktivitäten schon eingestellt hatten.

Nachdem man vom Besitzer der Ackerfläche noch den hilfreichen Tip bekommen hatte, wo man genau mit der Grabung beginnen sollte, nämlich genau dort, wo der Boden eine hellbräunliche bis grünliche Verfärbung aufzeigte, begann dann alsbald das systematische Umgraben jeweils etwa von drei bis vier m² großer Teilflächen bis in eine Tiefe von etwa 1,8 m, wobei man peinlichst darauf zu achten hatte, dass zuerst die oben liegende Humusschicht abgetragen wurde und separat aufzuschichten war, um später dann genau in umgekehrter Abfolge wieder als Deckschicht aufgefüllt werden zu können.

Unmittelbar unter der Humusschicht zeigte sich sodann in einer Tiefe von ungefähr 30 bis 40 cm die bereits erodierte Schicht von bröseligem Melaphyr, der ohne großen körperliche Aufwand von Hand abgespatet werden konnte. Die in dieser Schicht unmittelbar unter der Humusschicht zutagegelegten Funde waren meist, wenn es größere Stücke waren, nicht komplett erhalten. Vielfach war es so, dass offensichtlich zusammengehörige Teile bis in eine Tiefe von etwa 80 cm bis zu einigen Metern voneinander entfernt gefunden wurden, was von doch erheblichem Kräfteeinfluss bei den kinematischen Verschiebungen während der Entstehungsgeschichte zeugt. Tiefergelegene Fundstücke waren dann meist ganz geblieben oder lagen wenn sie zerbrochen waren, unmittelbar nebeneinander.

Wie man auf den Abbildungen der Fundstücke unschwer erkennen kann, dominieren farblich  die Rot – oder Blautöne, wobei man auch verschiedentlich pastellfarbene Orangetöne, welche eigentlich sehr selten sind, beobachten konnte.

Zusätzlich zu den farbenprächtigen Achaten kamen neben dem normalen Quarz auch Rauchquarz, Morion und Amethyst zutage, leider aber auch einige völlig auseinander gebrochene Stücke.

 

 

     

     

     

                                                    

     

     

 

Und hier sind die fertig geschliffenen und polierten Achate: