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06.08.11 Börsenrückblick 2011
 

 Eine Veranstaltung von Sammlern für Sammler

Ein Rückblick auf die diesjährige Freisener Mineralienbörse

 

von Hartmut Fuß


 

50 Aussteller reisten am 05. Juli 2011 zur  28. Internationalen Mineralienbörse Freisen  an und boten auf knapp 100 Tischen funkelnde und glitzernde Kostbarkeiten aus der Region und aus der ganzen Welt an.
Auf keiner anderen Mineralienbörse steht der regionale Bezug so im Vordergrund wie auf dieser Mineralienbörse in Freisen. Speziell die Mineralien  aus der Fundregion Saar-Nahe-Hunsrück locken Jahr für Jahr immer wieder Sammler aus ganz Deutschland und dem benachbarten Ausland  in die Gemeinde im nordöstlichen Saarland.
„Weitläufig ist die Bruchwaldhalle, man hat Platz, man wird nicht angestoßen, nicht geschubst, man kann in aller Ruhe stöbern, schauen, begutachten, vergleichen. Kein hektisches Treiben; man kann sich auch mal hinsetzen und verschnaufen…. was will man als Besucher mehr ! “, so das Urteil vieler der Besucher. 

Wie schon in den vergangenen Jahren, stand auch die diesjährige Auflage der Internationalen   Mineralienbörse Freisen unter der Schirmherrschaft des Präsidenten des Saarländischen Landtages  Herrn Hans Ley.
Der veranstaltende Mineralienverein Freisen  durfte sich auch in diesem Jahr über mehr als 800 Besucher freuen. Auch die amtierende Deutsche Edelsteinköniging  Julia Heß stattete der Börse einen Besuch ab und war ein sehr gern gesehener Gast.
Vor dem Hintergrund, dass manche andere gleichgeartete  Veranstaltung über einen herben Besucherrückgang zu klagen hatte, spiegelt es deutlich den Stellenwert wider, den diese Börse in Sammlerkreisen mittlerweile erlangt hat.

Viele Besucher bezeichnen diese Börse immer wieder als einmalig im Saarland und haben sich den nächstjährigen Termin jetzt schon dick im Kalender angestrichen.
 

Auch in diesem Jahr war der Gabentisch wieder üppig gedeckt und das Angebot reichlich. Mancher Sammler hatte seine Vitrine geöffnet und bot wahre Schätzchen an. So fanden zahlreiche tolle Achate aus der Fundregion Freisen einen neuen Besitzer.
Auch Achate von dem erloschenen Fundort Oberthal bei St. Wendel und aus der Fundregion Baumholder fanden sich reichlich auf den Tischen. Erwähnenswert war auch das qualitativ sehr hochwertige Angebot an Achaten von dem ebenfalls erloschenen Fundort Steinbach bei Lebach. Achate in einer intensiven Färbung waren so in den letzten Jahren kaum noch zu bekommen. Sämtliche Stücke stammten aus einer alten Sammlung und hatten im Handumdrehen auch einen neuen Besitzer gefunden.

Versteinerte Hölzer aus dem Saarland, Achate vom Karrenberg/ Reichweiler waren ebenso zu bewundern wie die mittlerweile rar gewordenen Achate aus Waldhambach/Pfalz – letztere hatten deshalb auch recht schnell den Besitzer gewechselt.
Ein weiterer Hingucker waren die intensiv gefärbten Achate von einer weiteren Pfälzer Fundstelle, die erstmal in Freisen angeboten wurden: Achate aus Imsbach/Pfalz lockten immer wieder Interessenten an.
Die kleineren Achate von den Äckern (Feldfunde) rund um Freisen und Birkenfeld erforderten schon genaues Hinsehen und Aufmerksamkeit um sie zwischen all den großen Brüdern zu entdecken. Aber auch hier lohnte sich das genaue Hinschauen und das „sich-Zeit-nehmen“ allemal.
 

Die Fundregion Nahe-Hunsrück war mit einem sehr umfangreichen Angebot vertreten. So bot ein Aussteller tolle Kristallstufen aus Stromberg an – echte Vitrinenstücke.  Neben Mineralien aus dem Steinbruch Dienstweiler (Fundort erloschen) wurden hochwertige Mineralienstufen und Drusen aus dem bekannten Steinbruch Juchem angeboten.

Wunderschöne und qualitativ hochwertige Achate von anderen bekannten deutschen Achat-Fundorten rundeten das Angebot an deutschen Achaten ab.
 

Sehr schöne Erzstufen und andere kristalline Mineralien-Stufen zogen ebenso das Interesse auf sich und mancher Besucher konnte das ein oder andere Stüfchen für seine Sammlung finden.

Anbieter von Achaten von den internationalen Fundorten lockten mit wahren Prachtstücken die Besucher an ihre Stände. Versteinerte Hölzer aus Madagaskar, Indische Mineralien, Bergkristalle aus Brasilien und Fluorite aus China zogen ebenso wie das intensive Blau der brasilianischen Amethystdrusen die Blicke der Börsenbesucher auf sich.
 

Beeindruckend und für viele Besucher etwas Einmaliges war die kleine Sonderausstellung. In einer Vitrine zeigten Mitglieder des Mineralienvereins Freisen Fundstücke u.a. aus dem Steinbruch Hellerberg/Freisen in höchster musealer Qualität. Atemberaubend schöne Achate und Drusen mit Goethit-Nadeln, die noch nie der Öffentlichkeit präsentiert wurden.


Nicht nur die Auslagen der Aussteller waren beeindruckend, auch das unter der Regie der Mitglieder-Frauen stehende legendär reichhaltige und vielfältige Kuchenbuffet war wieder ein echtes Highlight. Fachsimpeln bei einer Tasse Kaffee mit leckerem Kuchen…was will man mehr.

 

Die Aktivitäten des Mineralienvereins Freisen sind mittlerweile über die Landesgrenzen hinaus bekannt und finden große Anerkennung.. So besuchten zwei Fernsehteams des Saarländischen Rundfunks (SR3) und des Französischen Regionalfernsehens (France3)  im Vorfeld der Börse den Mineralienverein. Sie berichteten aktuell über die Grabungsaktion, über die Mineralienbörse und stellten das vereinseigene Mineralienmuseum vor.
Eine tolle Resonanz die die wenigen Mitglieder dieses kleinen Vereins für all die erbrachten Leistungen erfahren dürfen.