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05.08.11 Rückblick Schürfaktion 2011
 

Mit Hacke und Schaufel gen Mühlenberg

Die zweite Grabungsaktion der Gemeinde Freisen

von Hartmut Fuß

 

Blauer Himmel, Sonne satt, angenehme Temperaturen und ein frischer Wind: Natur pur auf dem Mühlenberg nahe Freisen.
Auch in diesem Jahr versammelten sich dort in der Börsenwoche knapp 50 Liebhaber der Freisener Achate um an 2 Tagen auf die Suche nach den begehrten Mühlenberg-Achaten zu gehen.
 

Das Herrichten der Claims begann mit dem Abziehen der obersten Ackerkrume. Schon hier konnte man erahnen, dass in diesem Jahr wieder mit bemerkenswerten Achatfunden zu rechen sein konnte. Dass der Ausrichter der Veranstaltung natürlich keine Fundgarantie übernehmen kann, war jedem der Anwesenden und mit der Materie „ nach Achaten graben“  vertrauten Sammlern von vorneherein klar.

Von Anfang an machte sich somit eine sehr gelöste Stimmung breit und jeder Schürfer ging voller Euphorie ans Werk. In manchen Bereichen des Schürfareals stießen die Sammler schon in der obersten steinigen Schicht auf die ersten kleineren Mandeln.  Je tiefer die Grabung vorangetrieben  wurde, desto größer waren die Chancen auf größere Exemplare zu stoßen. Ab einer Tiefe von ca. 1m wurden dann Mandeln bis zur Orangengröße gefunden. Wegweisend war immer ein leicht zersetzter Melaphyr, der gelblich-hellgrün verfärbte Zonen aufwies. Dort befanden sich die Mandeln in regelrechten Nestern zusammengeballt.

Neben dem Graben fanden die „Maulwürfe“ immer wieder in den Verschnaufpausen  Zeit zum Fachsimpeln. Ob auf dem Grabungsgelände oder im Zelt an der Bierzapfanlage: überall bildeten sich Grüppchen von Achatsammlern die über die aktuellsten Neuigkeiten in der Sammlerszene und zum Thema Achat rege Informationen austauschten.
 

Für das leibliche Wohlbefinden hatte der, die Veranstaltung betreuende Mineralienverein Freisen, auch gesorgt. Der recht böige Wind sorgte ständig für ordentliche Glut unter dem aufgestellten Dreibeingrill. So war die Versorgung mit gegrillten Würstchen und  „Schdigger“  (auf Deutsch: Stücke von, nach Idar-Obersteiner Art, gut gewürztem Grillfleisch)  immer gesorgt.


Leider konnte sich nicht jeder Sammler am Ende des Tages über reiche Funde freuen.
Ob jede Mandel nach dem Schneiden auch das Erhoffte zeigte? Man konnte dem Finder nur die Daumen drücken, dass dem so war. Sicherlich gab es später nach dem Sägen auch die ein oder andere Enttäuschung, aber dies sind Erfahrungen, die jeder Sammler schon zuhauf gemacht hat und die doch eigentlich ganz normal sind.