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05.03.11 Juchem Rückblick 2010
 

 

Rückblick auf die Sammelsaison 2010

von Hartmut Fuß

 


Niederwörresbach, das Wochenende 6. und 7. März 2010: kalt und frostig war’s. Anlässlich der Niederwörresbacher Achatbörse, sollte den aus ganz Europa und Übersee angereisten Börsenbesuchern, das Sammeln im Steinbruch Juchem ermöglicht werden. Aber die über Nacht gefallenen 15 cm Neuschnee machten, trotz herrlichen Sonnenscheins, einen Strich durch die Rechnung. Das Begehen des Steinbruches wäre zu gefährlich gewesen und somit musste die Vorpremiere 2010 abgesagt werden.

So richtig los ging’s dann einige Wochen später, wie jedes Jahr am langen Osterwochenende. Wie groß der Heißhunger nach den Kristallstufen war, konnte man schon frühmorgens am Karfreitag erkennen: weit über Hundert Steineklopfer waren aus dem In- und Ausland angereist und sorgten schon früh für dichtes Gedränge auf den Parkflächen.

Punkt 10:00 Uhr fiel der Startschuss und eine Welle erwartungsfroher und hoffnungsvoller Sammler überflutete das Steinbruchgelände. Die Mehrzahl der Mineraliensucher eilte mit großem Schritt in Richtung Wasserfall-Plateau. Ob’s wohl wieder so erfolgreich wird wie in den Jahren zuvor?     
Der lange Winter und die dadurch bedingte lange Ruhephase des Steinbruchbetriebs schürte bei der Sammlergemeinde die Hoffnung, dass von der 2009-er Sprengung noch reichlich undurchsuchtes Haufwerk vorzufinden sei.
Und richtig, keiner der sich keuchend und mit hochrotem Kopf die Serpentine, Richtung Wasserfall-Plateau hinauf gequält hatte, wurde enttäuscht: fast jeder Gesteinsbrocken lockte mit Funkeln und Glitzern. Also alles wie 2009!
 

Wasserfallplateau:

Es war eine gewaltige Sprengung die Ende 2009 mächtige Gesteinsbrocken aus dem gewachsenen Berg riss. Eine solch große Menge, dass den Sammlern das ganze Jahr über Material zum Durchsuchen und Kleinklopfen zur Verfügung stand. So waren die ganze Sammelsaison über Amethyst- und Rauchquarzfunde möglich. Leider war die Mehrzahl der Drusen so fest mit dem sie umgebenden Gestein verwachsen, dass sie oftmals nur in Einzelteilen aus dem Gesteinsbrocken zu bergen waren.
Je dünner die Drusenwand war, desto unwahrscheinlicher war es die Fundstücke ganz und unversehrt herauszuarbeiten. Dickere Drusenwände dagegen schützen die Druse schon eher vor dem Zerbrechen.
Trotz allen „Bruchs“ waren die Sammler nicht unzufrieden, denn auch die durchaus große Handstufen-Größe  erreichenden Einzelteile, waren oft richtige Schmuckstücke, dekoriert mit wunderschön gefärbten Calciten – also durchaus bemerkenswerte Vitrinenstufen.  
Nicht ungewöhnlich waren auch in diesem Jahr wieder Funde von mit Harmotomen besetzten Amethyst- und Rauchquarzdrusen.
Auch Achatmandeln wurden wieder gefunden; jedoch weitaus seltener als in den Jahren davor.

 

     

 

     

 

     

 

     

Hungerwand
Auch in diesem Jahr kann ich wieder von Achatfunden berichten. Da in dieser Fundregion keine nennenswerten Sprengungen durchgeführt wurden, und sich die Arbeiten dort größtenteils nur auf „Putzen und Abschieben loser Gesteinsbrocken“ reduzierten, war die Funddichte nicht besonders hoch. Nur wenige Sammler konnten sich über Funde schön gefärbter und gezeichneter Achate erfreuen. Legendäre Hungerwanddrusen wurden keine gefunden.

     

 

Im Wald
Sprengungen wurden meistens im rechten oberen Bruchbereich durchgeführt. Leider eine Bruchregion die weniger Funde erwarten lässt. Trotzdem wurden auch dort wenige Quarzdrusen und Achate gefunden.
In  frisch angefahrenen alten Halden die während des Abbaus im Bereich der Achatecke aufgehäuft wurden; konnte man Achate finden.