> Startseite > Fundstellen > Leitzweiler Windrad

Windradbau bei Leitzweiler Winter 2007/2008


Was früher das harte Winterwetter unmöglich machte, ist heute möglich: der Bau eines Windrades auf den Höhen zwischen Westrich und Hunsrück in den Wintermonaten. Ende letzten Jahres begannen also die Aushubarbeiten für das Fundament eines solchen geflügelten Riesen in der Region um Leitzweiler. Beim Bau der ersten Windräder dort, wurden während den Baggerarbeiten Drusen führende Schichten freigelegt. Größtenteils handelte es sich bei den damaligen Fundstücken um Quarzdrusen; die meisten massiv. Teilweise beinhalteten diese auch Einschlüsse von massivem Hämatit - nach dem Polieren der aufgesägten Mandeln bot sich dem Betrachter ein durchaus attraktives Bild: schneeweißer Quarz (mit erkennbarer Kristallstruktur), auf den randständig eine mehr oder weniger dicke Schicht hochglänzender Hämatit folgte. Andere, aber wenige Mandeln verbargen damals den erhofften Inhalt: Amethyst und Rauchquarz; die Kristalle in durchaus ansehnlicher Färbung. Achate wurden jedoch nicht gefunden.

Einige Vereinsmitglieder erhofften sich bei den aktuellen Baumaßnahmen ebensolche, oder bessere Funde. Jedoch, schon der erste Eindruck ließ nichts Gutes erhoffen. Lag es an der geringeren Tiefe der Baugrube? Gleich wie, zwar konnten - wie in den Jahren zuvor- in dem plattenartig angeordneten und doch stark verwitterten Gestein einige Mandeln gefunden werden, jedoch handelte es sich hierbei um reine Quarzmandeln. Bei einigen wieder mit dem für Leitzweiler typischen Eisenanteil, aber ohne Hohlraum. Die größte von einem Vereinsmitglied gefundene Mandel hatte einen Durchmesser von ca. 30 cm; außen zeigte sie Rauchquarz mit Nadeleisen. Nach dem Schneiden in der vereinseigenen Schleiferei war die Enttäuschung groß: unansehnlicher, grau-brauner massiver Quarz. Auch die anderen Fundstücke brachten bei weitem nicht das erhoffte Ergebnis. Somit kann man abschließend sagen, dass die Anzahl der gefundenen Drusen im Vergleich zu den ersten Baumaßnahmen eher vernachlässigbar war. Auch die Qualität der Fundstücke ließ sehr zu wünschen übrig. Auch hier konnten keine Achate gefunden werden.
Eine Sammlergruppe aus Kaiserslautern hatte bei ihrer Suche dort ebenfalls eher geringen Erfolg.